Regionalnachrichten

Berlin & BrandenburgZahl der Hochzeiten auf historisch niedrigem Stand

22.09.2026, 11:48 Uhr
image

Seit der Wiedervereinigung hat es in keinem Jahr so wenige Hochzeiten gegeben wie 2025. Erstaunlich ist auch das durchschnittliche Alter, in dem Leute heirateten.

Berlin (dpa/bb) - Im vergangenen Jahr haben so wenige Berlinerinnen und Berliner geheiratet wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Zahl der Eheschließungen in der Hauptstadt sank 2025 erneut um 0,1 Prozent auf 11.235 und ist damit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte.

Die meisten Hochzeiten fanden zwischen Mann und Frau statt (93,6 Prozent), bei 6,4 Prozent der Eheschließungen waren die Partnerinnen und Partner gleichgeschlechtlich oder divers. Bei fast drei Vierteln (73,7 Prozent) der Eheschließungen waren beide Beteiligten deutsch, bei knapp einem Viertel (26,3 Prozent) hatten einer oder beide einen ausländischen Pass. Im Durchschnitt heirateten die Menschen in einem Alter von 38,9 Jahren.

Die meisten Eheschließungen bezogen auf die Einwohnerzahl gab es im Bezirk Tempelhof-Schöneberg (4,7 Hochzeiten pro 1.000 Einwohner), die wenigsten in Marzahn-Hellersdorf (0,5). Dort war das Durchschnittsalter mit 44,9 Jahren auch am höchsten. Am jüngsten waren die Heiratenden mit 36,5 durchschnittlich in Neukölln.

Gut 11.000 Hochzeiten - mehr als 5.000 Scheidungen

Gleichzeitig ließen sich 5.451 Paare scheiden. Die meisten Paare, die sich scheiden ließen, hatten zwischen 2014 und 2019 geheiratet, die Ehen hielten also zwischen sechs und elf Jahren. Höhepunkte bei den Scheidungen gab es dem Amt für Statistik zufolge bei Eheschließungen der Jahre 2018 und 2019. In diesen Jahren heirateten aber auch vergleichsweise viele Menschen: 2018 waren es in Berlin 15.663 Paare, 2019 waren es 14.603.

Die Scheidungen gingen in 53 Prozent der Fälle von den Frauen aus, bei fast der Hälfte der Scheidungen waren auch minderjährige Kinder betroffen.

Quelle: dpa

Regionales