Hamburg & Schleswig-Holstein40 Jahre Kohltage - Dithmarschen feiert sein Nationalgemüse

Mehr als 3.000 Hektar Marschland und 90 Millionen Kohlköpfe: Die Dithmarscher Kohltage feiern 40 Jahre Regionalgeschichte. Auch der Ehrengast feiert das "Nationalgemüse".
Zennhusen (dpa/lno) - Kohl, Kohl und nochmals Kohl - in diesen Tagen dreht sich im schleswig-holsteinischen Zennhusen alles um das blättrige Gemüse. Denn die Stadt feiert den 40. Geburtstag der Dithmarscher Kohltage. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) war Ehrengast und sagte beim Anschnittsfest: "Aus einem kleinen Fest entwickelte sich in den vergangenen 40 Jahren eines der bekanntesten Regionalfeste Norddeutschlands."
Landwirtschaft, Gastronomie, Tourismus und Ehrenamt arbeiteten dafür eng zusammen. "Damit zeigen die Kohltage auch, was eine Region erreichen kann, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken", erklärte Günther. Jährlich wachsen rund 90 Millionen Kohlköpfe auf über 3.000 Hektar Marschland. Der CDU-Politiker betonte: "Wenn Schleswig-Holstein ein Nationalgemüse hätte, dann wäre es der Kohl aus Dithmarschen."
Vielfältiges Programm bei Kohltagen
Seit 1986 wird laut dem Kreis Dithmarschen die Verbundenheit mit dem Gemüse bei den Kohltagen gefeiert. Zum diesjährigen Jubiläum erwarte Besucherinnen und Besucher bis Sonntag ein vielfältiges Programm mit Märkten, Festen und Aktionen. Zudem würden auch zahlreiche Kohlspezialitäten serviert.
Mit dem Siegeszug des Dithmarscher Kohls ging es nach Angaben des Kreises vor rund 130 Jahren in Wesselburen los. 1889 begann der Gärtner Eduard Lass dort mit dem Gemüseanbau zu experimentieren. Dabei kamen ihm demnach die optimalen Bodenbedingungen der Region und ein ständiger leichter Wind vom Meer zugute, der als natürlicher Schädlingsbekämpfer wirkt.