Nordrhein-WestfalenTödliche Schüsse in Teestube - Täter weiter auf der Flucht

Zweimal innerhalb weniger Wochen fallen in Marl in NRW Schüsse. Beim aktuellen Fall stirbt ein Mensch, zwei werden verletzt. Nach der früheren Tat gibt es Festnahmen.
Marl (dpa/lnw) - Nach den tödlichen Schüssen in einer Teestube in Marl am frühen Montagmorgen sind die mutmaßlichen Täter weiter auf der Flucht. Eine Mordkommission ermittelt zu den Hintergründen. Der tödlich getroffene 39-Jährige starb an starkem Blutverlust durch einen Lungenschuss, wie eine Polizeisprecherin nach der Obduktion des Mannes mitteilte.
Die zwei weiteren Verletzten im Alter von 35 und 40 Jahren benötigten keine längere Behandlung im Krankenhaus, sagte sie. Laut den Ermittlern waren mehrere Personen vom Tatort geflüchtet. Zeugen hatten die Polizei in der Nacht über die Schüsse in der Teestube informiert.
Nach Schüssen auf ein Auto Festnahme im Ausland
Am 11. August waren in der Nähe des Tatorts schon einmal Schüsse gefallen. Ein Mann hatte dort nach Erkenntnissen der Polizei mit einer scharfen Waffe auf das Auto eines 62-Jährigen geschossen. Dieser blieb unverletzt. Die Staatsanwaltschaft geht in diesem Fall von versuchtem Mord aus.
Es habe nach diesen Schüssen drei Festnahmen gegeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die 16, 20 und 21 Jahre alten Männer sollen an den Vorbereitungen der Tat beteiligt gewesen sein und unter anderem den Tatort ausgekundschaftet haben. Der 16-Jährige und der 21-Jährige wurden in Hannover und Wuppertal festgenommen - und sitzen unterdessen in U-Haft.
Zusammenhang zwischen beiden Tatkomplexen?
Der 20-Jährige war nach einer Öffentlichkeitsfahndung im Ausland festgenommen worden. Nach dem mutmaßlichen Schützen, der sich den Ermittlern zufolge wohl auch im außerhalb von Deutschland aufhält, werde auch mit einer Öffentlichkeitsfahndung gesucht.
Vorerst offen bleibt die Frage nach einem Zusammenhang zwischen beiden Taten. Die Täter in beiden Fällen seien jedenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit nicht identisch, sagte eine Polizeisprecherin.