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Rheinland-Pfalz & Saarland"Wohnungschecker" gegen problematische Mietverhältnisse

29.09.2026, 16:38 Uhr
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Jobcenter und Behörden im Saarland arbeiten enger zusammen, um auffällige Mietverhältnisse und Leistungsmissbrauch zu enttarnen. Dabei helfen soll auch eine neue Anlaufstelle in Neunkirchen.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die saarländische Landesregierung geht gemeinsam mit Jobcentern im Landkreis Neunkirchen und im Regionalverband Saarbrücken gegen Mietwucher, problematische Mietverhältnisse und Leistungsmissbrauch vor. Neu eingerichtet wird zum 1. Oktober das Projekt "Wohnungschecker" im Landkreis Neunkirchen, wie Sozialminister Magnus Jung (SPD) ankündigte.

Dabei geht es um eine Anlaufstelle in der Behörde, die systematisch Hinweisen auf überhöhte Mieten, Überbelegung, Mehrfachvermietungen, falsche Angaben zu Wohnungen, Scheinbeschäftigungen und missbräuchliche Meldeadressen nachgehen soll. "Bei begründetem Verdacht werden die Fälle an die zuständigen internen und externen Ermittlungsstellen weitergeleitet", hieß es. Sie solle auch die Zusammenarbeit der Behörden verbessern. Das Projekt in Neunkirchen orientiere sich an der Ermittlungsgruppe "EG Job" des Jobcenters im Regionalverband Saarbrücken.

Anfang des Jahres hatte das Land Arbeitsgruppen, "Task Forces Wohnen", eingesetzt, um "Schrottimmobilien" und kriminelle Vermietungspraxis einzudämmen. Die Arbeitsgruppen wurden in Städten angesiedelt, die zum Programm der quartiersbezogenen Armutsbekämpfung des Landes gehören – Saarbrücken-Burbach, Neunkirchen und Völklingen. "Dabei hat sich insbesondere gezeigt, dass die Jobcenter eine wichtige Rolle bei der Aufklärung problematischer Vermietungsstrukturen und möglichem Leistungsmissbrauch einnehmen", sagte Jung.

Quelle: dpa

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