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SachsenDOK Leipzig zeichnet Filme über Belarus und US-Proteste aus

31.10.2026, 21:31 Uhr
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(Foto: Sebastian Willnow/dpa)

Politische Gefangene in Belarus, wehrhafte Bürgerinnen und Bürger in den USA und eine animierte Raumstation: Beim Festival DOK Leipzig werden die besten Dokus und Animationsfilme geehrt.

Leipzig (dpa/sn) - Die besten Dokumentarfilme und Animationsfilme sind beim Filmfestival DOK Leipzig mit Goldenen Tauben ausgezeichnet worden. Im internationalen Wettbewerb der Dokumentarfilme gewann Andrei Kutsila für "Letters from the Silenced Country" die Goldene Taube Langfilm, wie das Festival mitteilte. Der Film spielt in Belarus und handelt vom privaten Briefwechsel politischer Gefangener. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die mit 3.000 Euro dotierte Goldene Taube Kurzfilm ging an Oscar-Gewinnerin Laura Poitras ("Citizenfour" über Edward Snowden) und Rachel Lauren Mueller für ihre Dokumentation "They're Here". In der Doku werden Bürgerinnen und Bürger in Minneapolis begleitet, die sich gegen die Razzien der Einwanderungsbehörde ICE wehren, so das Festival.

Die Silberne Taube Langfilm, mit 6.000 Euro dotiert, gewann Asmahan Bkerat für "Concrete Land" – ein Film über den Alltag einer palästinensischen Beduinenfamilie in Jordanien, während um sie herum Luxusvillen entstehen, die ihr Zuhause bedrohen. Der Kurzfilm "in memory of" von Florinda Ciucio, in dem ein Bild von Gaza nachgezeichnet wird, das nur noch in der Erinnerung des Künstlers existiert, wurde mit der Silbernen Taube Kurzfilm und 1.500 Euro ausgezeichnet.

Auszeichnungen für Animationsfilme

Neben Preisen für Dokumentarfilme wurden bei der DOK Leipzig auch Auszeichnungen für animierte Filme verliehen. Die Goldene Taube Langfilm mit 3.000 Euro erhielt Chris Sullivan für "The Orbit of Minor Satellites" - eine animierte Geschichte über einen Psychiater und seine Patientin auf einer verlassenen Raumstation aus der Zeit des Kalten Krieges.

Mit der Animation eines Piratensohns, der nach jahrelanger Funkstille Blut hustend und voller Geheimnisse zu seiner Mutter zurückkehrt, gewann Alexandre Siqueira für "Terminal" die Goldene Taube Kurzfilm und 1.500 Euro.

Preise für deutsche Dokus

Als bester deutscher Dokumentarfilm wurde "Übergang" von Peter Badel und Chris Wright mit der Goldenen Taube Langfilm und 10.000 Euro ausgezeichnet. Der Film erweckt die unveröffentlichten Archive und Fragmente des geplanten, aber nie vollendeten Heimatfilms vom verstorbenen Regisseur Thomas Heise zum Leben.

Die Goldene Taube Kurzfilm und 1.500 Euro gingen an Rosa Gocht für "Hallo Debus". Der Film handelt von einem Vater, der auf dem Anrufbeantworter des Sohnes Bestellungen aufgibt, der wiederum zu einem Stillleben erstarrt, wie es hieß.

Publikumspreis für Film, der am Genfer See spielt

Die Goldenen Taube im Publikumswettbewerb mit 3.000 Euro erhielt der Dokumentarfilm "Nicole Nicole" von Lauren Dällenbach. Der Film zeigt die 55-jährige Protagonistin Nicole, die bei ihrer Mutter am Genfer See lebt, und erzählt eine Geschichte über Bindung und Emanzipation.

Die Siegerfilme im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm und im Wettbewerb der animierten Kurzfilme sind nach Angaben des Festivals damit qualifiziert für eine mögliche Nominierung bei den Oscars.

Quelle: dpa

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