Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagBayer-Tochter pocht auf "Roundup"-Vergleich

15.09.2026, 08:57 Uhr

Im US-Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Roundup hat sich das zuständige Gericht im Bundesstaat Missouri mit dem vorgeschlagenen Sammelvergleich von Bayer befasst. Die Bayer-Tochter Monsanto forderte dabei den Richter auf, den vorgeschlagenen Vergleich in Höhe von 7,25 Milliarden Dollar zu genehmigen. Das Unternehmen erklärte, es gebe keinen anderen Weg, den Rechtsstreit beizulegen. Mit der Einigung will der Agrar- und Pharmakonzern Zehntausende Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken durch das glyphosathaltige Mittel beilegen. Eine sofortige Entscheidung wurde nicht erwartet.

Richter Timothy Boyer hatte den Vergleich im März bereits vorläufig genehmigt. Bei der Anhörung in St. Louis sollten auch Kritiker zu Wort kommen. Einige Klägeranwälte argumentieren, die Summe sei zu gering und die Vereinbarung benachteilige ihre Mandanten. Befürworter sehen in dem Vergleich dagegen den besten Weg zu einer sicheren Entschädigung. Der Plan sieht vor, dass Bayer über bis zu 21 Jahre maximal 7,25 Milliarden Dollar zahlt. Betroffene sollen je nach Schwere der Erkrankung, Alter bei der Diagnose und Art der Nutzung zwischen 10.000 und 165.000 Dollar erhalten. Wie viele Kläger sich von dem Vergleich ausnehmen lassen, steht dem Konzern zufolge noch nicht fest.

Quelle: ntv.de