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ThüringenGEW: Weniger Schüler für mehr Bildungsqualität nutzen

19.09.2026, 13:20 Uhr
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Die Zahl der Schüler in Thüringen wird im nächsten Jahrzehnt nach Prognosen um mehr als 50.000 sinken. Wie damit an den Schulen umgehen? Das sagt die Bildungsgewerkschaft GEW dazu.

Zeulenroda (dpa/th) - Als Reaktion auf sinkende Schülerzahlen in Thüringen fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kleinere Klassen. Die personellen Möglichkeiten sollten an den Schulen auch für multiprofessionelle Teams, Inklusion und weniger Arbeitsbelastung genutzt werden, heißt in einem Beschluss der Gewerkschaft auf ihrer Landesvertreterversammlung in Zeulenroda.

Nach Prognosen des Bildungsministeriums wird in etwa zehn Jahren die Marke von 200.000 Schülerinnen und Schülern im Freistaat unterschritten. Für das Schuljahr 2036/2037 rechnet das Ministerium mit etwa 198.600 jungen Menschen an den Schulen. Zum Vergleich: Im laufenden Schuljahr 2026/27 sind es noch 255.900 Kinder und Jugendliche.

Gewerkschaft für Ganztagsschulen

Weniger Kinder in Kindergärten, weniger Schüler an den Schulen und sinkende Studierendenzahlen dürften nicht zu einem Sparprogramm bei Bildung werden, forderte die GEW. "Arbeitsplätze sollen gesichert und Beschäftigte für neue Aufgaben qualifiziert werden."

Die Gewerkschaft sprach sich für ein breites Angebot an Ganztagsschulen aus, in denen Unterricht, Förderung, soziale Teilhabe und weitere Bildungsangebote über den gesamten Tag möglich sind. Stets gesichert sein müsste Demokratiebildung - auch durch eine gesetzliche Regelung. Außerdem vorgeschlagen wurden zwei Wochenstunden Sozialkunde ab Klassenstufe 5.

Als GEW-Landesvorsitzende wurde in Zeulenroda die Erziehungswissenschaftlerin Kathrin Vitzthum wiedergewählt. Ohne Gegenkandidaten erhielt die 50-Jährige nach Gewerkschaftsangaben knapp 88 Prozent der Stimmen. Vitzthum steht bereits seit 2014 an Spitze der Thüringer GEW, die die Interessen von Beschäftigten im Bildungsbereich vertritt.

Quelle: dpa

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