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SachsenRichtfest für neue Dresdner Mikrochip-Fabrik - "Meilenstein"

14.09.2026, 17:39 Uhr
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ESMC feiert Richtfest: Die neue Mikrochipfabrik in Dresden nimmt Gestalt an. Im ersten europäischen Werk des Branchenriesen TSMC ist damit laut Geschäftsführer auf halbem Weg zum Ziel.

Dresden (dpa/sn) - Beim Bau der neuen Mikrochipfabrik im Dresdner Norden geht es voran: Gut zwei Jahre nach Baubeginn hat die European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) Richtfest gefeiert. ESMC-Präsident Christian Koitzsch sprach bei der Feier von einem Meilenstein auf dem Weg zum ersten Produktionsstandort des taiwanischen Branchenriesen TSMC in Europa.

Mehr als 2.000 Mitarbeiter setzten seinen Angaben nach auf der Baustelle rund 30.000 Fertigbetonelemente zusammen. "Wir sind zu Recht stolz darauf, was wir hier erreicht haben", sagte Koitzsch. "Es ist wirklich ein Teamerfolg." Seit dem Spatenstich im August 2024 wächst die neue Fabrik mit hohem Tempo in die Höhe. Rund um die Uhr wird auf der Baustelle gearbeitet, rund 600 Unternehmen sind an dem Projekt beteiligt.

Man sei nun auf halbem Weg zum Ziel, ergänzte Geschäftführer Ching-Kun Huang. Die Ausbildung künftiger Fachkräfte am TSMC-Hauptsitz in Taiwan habe bereits begonnen. Dort liege ein Schwerpunkt auf dem Zusammenführen der taiwanischen Unternehmenskultur und deutscher Ingenieursexpertise.

Kretschmer kündigt weitere Investitionen an

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bezeichnete das Richtfest als Signal an die Bevölkerung. "Es ist die größte Baustelle Europas, die wir aktuell hier haben", sagte der CDU-Politiker. Wichtig sei, den Standort Deutschland und Europa weiter zu verbessern und etwa bei der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen wie TSMC zu lernen. Kretschmer lobte die "wirklich hervorragende Zusammenarbeit" und die technologische Souveränität des weltweiten Branchenführers. "Davon werden wir hier in Dresden, in Sachsen profitieren und gemeinsam die Zukunft, die Geschichte der Mikroelektronik weiterschreiben."

Die Ansiedlung soll laut Kretschmer in die Region und auch über die Grenzen des Freistaates hinweg ausstrahlen. Er kündigte weitere Investitionen im Rahmen des "Chips Act 2.0" der EU an."Wir wollen, dass die Wertschöpfungskette tiefer wird, dass wir noch stärker den Footprint für die Mikroelektronik hier in Sachsen haben", sagte Kretschmer. "Dieser Weg muss weitergehen, er ist noch lange nicht zu Ende erzählt."

Auch Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) betonte den Wunsch nach einem weiteren Ausbau der Halbleiterbranche in der Region. Man wolle weiterhin alle Voraussetzungen für Investitionen schaffen. "Wir müssen immer einen Schritt vorausdenken, damit Möglichkeiten wahr werden", sagte Hilbert.

2.000 Arbeitsplätze entstehen

Das Gemeinschaftswerk mit künftig 2.000 Mitarbeitern der Taiwaner mit Bosch, Infineon und NXP Semiconductor liegt im Zeitplan. Im zweiten Halbjahr 2027 sollen die Produktionsanlagen in die Reinräume der Fabrik kommen. ESMC sei mit der künftigen Fertigung von bis zu 12-Nanometer-Chips ein neues Puzzlestück im Ökosystem "Silicon Saxony", so Koitzsch.

TSMC soll 70 Prozent an dem Unternehmen halten, die anderen Partner je 10. Die Investitionssumme liegt bei zehn Milliarden Euro; das Bundeswirtschaftsministerium steuerte davon fünf Milliarden als Förderung bei. Schwerpunkt sind Chips für die Autoindustrie.

Halbleiterstandort "Silicon Saxony" wächst

Mit der Ansiedlung von TSMC und den Produktionserweiterungen bei Infineon und Globalfoundries in Dresden wächst das "Silicon Saxony" als laut Wirtschaftsministerium Europas größter Mikroelektronikstandort weiter. Das Netzwerk besteht aus rund 3.600 Unternehmen mit über 80.000 Mitarbeitern. Die Beschäftigtenzahl soll bis 2040 auf rund 100.000 wachsen.

Quelle: dpa

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