SachsenDierks warnt vor steigenden antisemitischen Straftaten

Gedenken allein reicht nicht: Der sächsische Landtagspräsident Alexander Dierks ruft dazu auf, Judenhass und Ausgrenzung entgegenzutreten.
Dresden (dpa/sn) - Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks betrachtet die steigende Zahl antisemitischer Straftaten als Warnsignal für die Gesellschaft. Dierks äußerte sich mit Blick auf den Jahrestag der Pogrome gegen Synagogen und jüdische Geschäfte am 9. November 1938. "Das Gedenken an den Beginn der systematischen Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus ist mehr als das Erinnern an Geschichte: Es ist mehr denn je ein Aufruf an jeden von uns, sich gegen Judenhass und Ausgrenzung stark zu machen – und für eine freie und menschliche Gesellschaft einzutreten".
Antisemitismus tritt heute wieder offen zutage
"Der 9. November 1938 war für die Jüdinnen und Juden in unserem Land ein einschneidender Schicksalstag. Auch Ereignisse in jüngster Zeit zeigen immer wieder offenen Antisemitismus", betonte Dierks und erwähnte in diesem Zusammenhang den Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 und den Hamas-Terror am 7. Oktober 2023 in Israel.
Jüdisches Leben schützen
"Jüdisches Kultur- und Glaubensleben gehört selbstverständlich in unsere Mitte. Wir müssen jüdisches Leben mit rechtsstaatlichen Mitteln schützen: Wer Jüdinnen und Juden attackiert, greift unsere Art zu leben an, die wir seit 80 Jahren in der Bundesrepublik und seit 36 Jahren hier in Sachsen pflegen", sagte Dierks.