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Hamburg & Schleswig-HolsteinSturmflutsaison beginnt - Deiche an der Nordsee geprüft

30.10.2026, 13:38 Uhr
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Die erste Sturmflut hat Schleswig-Holsteins Westküste bereits getroffen – größere Schäden blieben aus. Doch wie gut sind die Deiche für die nächsten Herbststürme gerüstet?

Sönke-Nissen-Koog (dpa/lno) - Schleswig-Holstein geht gut geschützt in die Sturmflutsaison. Die Deiche und Küstenschutzanlagen an der gesamten Nordseeküste seien in einem wehrhaften Zustand, zog die für den Küstenschutz zuständige Staatssekretärin im Umweltministerium, Katja Günther, zum Abschluss der diesjährigen Herbstdeichschau Bilanz. "Land, Leute und Sachwerte sind damit vor den Fluten der Nordsee geschützt - das ist eine gute Nachricht für alle Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner." Die erste Sturmflut der Saison hat die Westküste Schleswig-Holsteins bereits hinter sich - ohne nennenswerte Schäden.

Ein Viertel der Landesfläche Hochwasserrisikogebiet

Küstenhochwasserschutz und Küstensicherung haben eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung für Schleswig-Holstein. In den 4.057 Quadratkilometer großen, potenziell überflutungsgefährdeten Küstenniederungen an der Nord- und Ostsee sowie an der Tiedeelbe wohnen nach Angaben des Umweltministeriums rund 333.000 Menschen. Zudem sind in diesem Gebiet Sachwerte von etwa 60 Milliarden Euro vorhanden.

Rund 25 Prozent der Landesfläche in Schleswig-Holstein sind den Angaben zufolge Risikogebiet für Hochwasser. Insbesondere an der Nordseeküste sind durch die Niederungen viele Menschen auf den Schutz der Küstenschutzanlagen angewiesen. Das Land Schleswig-Holstein hat die Unterhaltungspflicht für insgesamt 433 Kilometer Landesschutzdeiche entlang der schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeküste sowie 54 Kilometer Regionaldeiche auf den Inseln und Halligen. Hinzu kommt eine Vielzahl von weiteren Küstenschutzanlagen, die regelmäßig geschaut werden müssen.

Deichschauen sind vorgeschrieben

"Diese Bauwerke werden durch ihre exponierte Lage extrem beansprucht und müssen jederzeit sicher sein - sowohl was ihre Standhaftigkeit anbelangt als auch ihre Betriebs- und Verkehrssicherheit", sagte Günther. Dies werde Jahr für Jahr durch die Arbeit der Küstenschützerinnen und Küstenschützer sichergestellt.

Die Deichschauen sind gesetzlich festgelegt. Im Frühjahr gibt es sie an allen Küsten Schleswig-Holsteins, an der Nordseeküste und an der Elbe zusätzlich im Herbst. Im Frühjahr wird die Überprüfung durchgeführt, damit Schäden beseitigt werden können, die von Herbst- und Winterstürmen verursacht wurden. Die diesjährigen Herbstdeichschauen starteten am 10. September auf Amrum. An insgesamt 14 Terminen bis zum 30. Oktober begutachteten die Experten, ob die Küstenschutzbauwerke an der Westküste sicher für die Sturmflutsaison sind.

Quelle: dpa

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