Hamburg & Schleswig-HolsteinMehr Start-ups werden in Hamburg gegründet

Die Stadt bündelt Hilfsangebote inzwischen unter einer Marke. Für Gründer steht zudem mehr und mehr Geld bereit. Die CDU-Fraktion sieht noch eine Lücke bei der Verfügbarkeit von Risikokapital.
Hamburg (dpa/lno) - In Hamburg werden mehr Start-ups gegründet. Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der Gründungen im Vorjahresvergleich um mehr als ein Viertel auf ungefähr 200 zu, wie die Hamburger Wirtschaftsbehörde mitteilte. Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) sagte, die Entwicklung sei erfreulich. Sie sehe eine "hohe Dynamik".
In Hamburg gibt es der Behörde zufolge mehr als 1.500 Start-ups, also junge Wachstumsunternehmen. Der Begriff Start-up ist nicht einheitlich definiert.
Leonhard berichtete, dass das Förderangebot für Gründer unter der Marke Startup City Hamburg gebündelt werde. Eine Onlineplattform ist bereits eingerichtet worden. Dass eine einzelne Anlaufstelle geschaffen wird, war im Koalitionsvertrag vereinbart worden.
Förderung ist gestiegen
Der Geschäftsführer der städtischen Fördergesellschaft IFB Innovationsstarter, Heiko Milde, wies darauf hin, dass die Stadt in den vergangenen Jahren mehr Geld für Start-ups bereitgestellt habe. Von 2021 bis 2025 seien es annähernd 80 Millionen Euro gewesen. Dieses Jahr wird die Unterstützung einer Prognose nach bei nahezu 35 Millionen Euro liegen.
Hamburg überholt München
Die von der Stadt vorgestellten Zahlen stimmten mit einer Auswertung des Bundesverbands Deutsche Startups überein. Nach schon vorgestellten Zahlen des Verbands sind die Gründungen in Hamburg im ersten Halbjahr weiter gestiegen - auf 212. Hamburg habe erstmals seit Jahren München überholt.
CDU sieht Rückstand beim Risikokapital
Die Neuordnung des Förderangebots nannte der CDU-Sprecher für Start-ups und Innovation, Julian Herrmann, sinnvoll. Sie bleibe aber hinter dem zurück, was Hamburg im Wettbewerb mit Berlin und München brauche.
Herrmann kritisierte, dass in Hamburg weniger Risikokapital vorhanden sei als in den anderen zwei Städten. Neugründungszahlen seien nicht der alleinige Erfolgsmaßstab.