Politik

Mehrere Menschen an BordHelikopter der EU-Friedenstruppe stürzt in Bosnien ab

29.10.2026, 20:25 Uhr
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Ein Hubschrauber der italienischen Armee vom Typ CH-47 Chinook bei einer Übung. (Foto: imago/StockTrek Images)

Bei einem Routineeinsatz nordöstlich von Sarajevo stürzt ein italienischer Militärhubschrauber der EU-Friedensmission ab. Es gibt Tote und Verletzte. Der Grund für den Absturz ist bislang unklar.

Beim Absturz eines italienischen Armeehubschraubers der EU-geführten Mission Eufor Althea in Bosnien-Herzegowina sind nach offiziellen Angaben mehrere Soldaten ums Leben gekommen. Bei dem Absturz des italienischen Helikopters vom Typ CH-47 Chinook in der Region Brčko im Nordosten des Landes hätten außerdem mehrere Menschen schwere Verletzungen davongetragen, teilte die EU-Mission mit. Bosnische Medien meldeten vier getötete und elf verletzte Besatzungsmitglieder. Alle Opfer sollen Italiener sein.

Der Hubschrauber sei bei einem "Routineeinsatz" in der Region rund 180 Kilometer nordöstlich von Sarajevo abgestürzt, teilte die EU-Mission mit. Keine Zivilisten seien dabei verletzt worden und an ziviler Infrastruktur seien keine Schäden durch den Unfall entstanden. Zur mutmaßlichen Ursache gibt es bislang keine Angaben.

Zentrale Aufgabe der Mission Eufor Althea in Bosnien ist das Unterstützen der Umsetzung des Friedensvertrages von Dayton aus dem Jahr 1995. Als Nachfolgemission der von der Nato geführten "Stabilisation Force" (SFOR) soll Althea in dem Balkanland für Sicherheit sorgen. Weitere Ziele sind die Ausbildung der bosnischen Streitkräfte und die Schaffung eines sicheren Umfeldes für die Entwicklung des Landes.

In Bosnien-Herzegowina gibt es mehr als 30 Jahre nach Kriegsende weiter erhebliche Spannungen zwischen den Volksgruppen der Serben, Kroaten und der bosnischen Muslime. Vor allem auf Seiten der bosnischen Serben bestehen Tendenzen zu einer Abspaltung beziehungsweise einem Anschluss an Serbien. Die Bundeswehr ist seit August 2022 an der Mission Eufor Althea mit bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten beteiligt, nachdem sie bereits von 2004 bis 2012 vor Ort war. Das deutsche Engagement umfasst derzeit insgesamt 36 Dienstposten.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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