Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:01 Ukrainische Lehrerin stirbt in russischer Haft auf der Krim +++

05.11.2026, 22:00 Uhr
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Die Mitgründerin einer Sprachschule in Charkiw, Oleksandra Kazarovytska, ist nach Angaben ihrer Schule in russischer Untersuchungshaft auf der von Russland annektierten Krim gestorben. Sie war 44 Jahre alt. Die Schule schreibt auf Facebook, Russland habe sie "getötet". Die Frau, die zuletzt in der Türkei gelebt hatte, war im Sommer nach Sewastopol gereist, um ihren Eltern beim Verkauf der Wohnung zu helfen, die ebefalls in die Türkei ziehen wollten. Dort wurde sie festgenommen, weil auf ihrem Handy Nachrichten an eine Freiwillige aus der Zeit seit Beginn der russischen Invasion gefunden wurden. Drei Monate lang soll sie in Einzelhaft auf ihren Prozess gewartet haben. Die russischen Behörden nennen als Todesursache Suizid. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht. Nach Schätzungen des ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez hält Russland rund 16.000 ukrainische Zivilisten widerrechtlich fest. Eine Recherche des "Kyiv Independent" beschreibt ein System von Untersuchungsgefängnissen auf der Krim, in denen Zivilisten monatelang ohne Anklage, Anwalt und Kontakt zu Angehörigen festgehalten werden. Häftlinge berichten von Folter unter Aufsicht des Geheimdienstes FSB.

+++ 20:15 Meloni drängt: "Ein für alle Mal" entscheiden, wer für Europa spricht +++

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fordert eine verbindliche Entscheidung darüber, wer Europa bei Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs vertritt. "Was ich weiterhin fordere, ist, dass ein für alle Mal entschieden wird, wer am Verhandlungstisch im Namen der Europäischen Union sitzt und mit welchem Mandat", schreibt Meloni in einem Brief an EU-Ratspräsident António Costa. Ein "uneinheitliches Vorgehen mit Initiativen, die sich gegenseitig jagen und überschneiden", werde Europa "weder bei unseren Partnern helfen noch bei jenen, die wir davon überzeugen müssen, eine sinnlose Aggression zu beenden", schreibt sie. Sollte keine Einigung auf eine gemeinsame Stimme gelingen, drohe Europa im Verhandlungsprozess die Bedeutungslosigkeit, warnt Meloni. Sie erklärt weiter, man gebe sonst weiter das Bild eines Europas ab, das uneinheitlich vorgehe. Dies diene den Interessen jener, die wollen, dass dieser Krieg weitergeht. "Und ich halte das für inakzeptabel, angesichts der Tatsache, dass Menschenleben und die Zukunft unserer Sicherheit auf dem Spiel stehen."

+++ 19:33 Selenskyj reist überraschend zum Iberoamerika-Gipfel nach Madrid +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Spanien von Regierungschef Pedro Sánchez und von König Felipe VI. empfangen worden. Zudem traf er in Madrid am Rande des 30. Iberoamerika-Gipfeltreffens mehrere lateinamerikanische Staats- und Regierungschefs. Selenskyj dankte Sánchez für die Einladung zu dem Gipfel und für dessen Unterstützung für die Ukraine. Er forderte die lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs auf, in ihren Heimatländern über den russischen Angriffskrieg gegen sein Land zu sprechen. Sánchez betonte, die Unterstützung für die Ukraine dürfe nicht allein von europäischen Ländern kommen. "Die Welt muss die Ukraine in ihrem Kampf für Freiheit und für das Völkerrecht unterstützen, denn andernfalls (...) legitimieren das Recht des Stärkeren", warnt er. 

+++ 18:53 Putin-Vertrauter hält Rede im Weißen Haus +++

Kremlunterhändler Kirill Dmitrijew spricht auf Einladung von First Lady Melania Trump im Weißen Haus. Im Namen von Kremlchef Putin bedankt er sich bei ihr für ihre "herausragende humanitäre Rolle" bei der Vermittlung einer Waffenruhe in Oleschky. Für Dmitrijew ist es ein ungewöhnlicher Auftritt im Weißen Haus. Der Putin-Vertraute hatte dort bereits im April 2025 Gespräche mit US-Vertretern geführt, allerdings abseits der Öffentlichkeit. Dass er nun bei einer offiziell angekündigten Veranstaltung selbst das Wort ergreift, ist US-Medienberichten zufolge eine Premiere. Demnach ist es offenbar auch das erste Mal, dass Vertreter Russlands und der Ukraine im Weißen Haus persönlich zusammentreffen. Neben Dmitrijew sind auch Vertreter der ukrainischen Seite eingeladen: der Fraktionschef der Präsidentenpartei, David Arachamija, und der Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez. Arachamija bedankt sich ebenfalls bei Melania Trump und bittet sie, weitere diplomatische Initiativen anzustoßen. 

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Melania Trump bietet dem Putin-Vertrauten Dmitrijew eine besondere Bühne. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 18:31 Melania Trump überreicht Unterhändlern Briefe an Selenskyj und Putin +++

Melania Trump spricht sich für eine dauerhafte Waffenruhe in der Ukraine aus. Als Vorbild könne die sechstägige Feuerpause in Oleschky dienen, sagte die Ehefrau von Präsident Donald Trump in Washington bei einem Treffen mit Unterhändlern aus Russland und der Ukraine. Die kurze Waffenruhe in Oleschky war am Sonntag ausgelaufen, Melania Trump hatte sich dafür eingesetzt. "Ich hoffe, Oleschky inspiriert zu größerem Frieden", sagt die First Lady bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Kremlberater Kirill Dmitrijew und dem ukrainischen Unterhändler David Arachamia. Jede bedeutende Veränderung beginne "mit einem kleinen Funken", fügt sie hinzu. Sie überreicht Dmitrijew und Arachamia Briefe an den Kremlchef Wladimir Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. 

+++ 17:58 Preise setzen Russen zu - "Fühle mich wie sowjetische Hausfrau" +++

Wasser, Strom, Heizung und Lebensmittel sind für die russischen Bürger kaum noch zu bezahlen. Der anhaltende Ukraine-Krieg hinterlässt so weiterhin Spuren, das merkt auch Polina Ibragimova. Für sie hat sich ihr Leben seit Kriegsbeginn verändert.

+++ 17:27 Besatzer: Sieben Tote nach ukrainischen Angriffen im Gebiet Luhansk +++

In der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ostukraine sollen nach Angaben der örtlichen Behörden bei zwei Angriffen auf Busse sieben Menschen getötet worden sein. 14 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter zwei 15 und 17 Jahre alte Jugendliche, teilt der von Russland eingesetzte Gouverneur Leonid Passetschnik auf dem Onlinedienst Max mit. 

+++ 16:50 Putin stellt Tabakkonzern JTI unter Zwangsverwaltung +++

Kremlchef Wladimir Putin stellt das Russland-Geschäft des Tabakkonzerns Japan Tobacco International (JTI) unter Moskaus Zwangsverwaltung. JTI hat nach eigenen Angaben vier Werke in Russland und produziert mehrere Zigarettenmarken in dem Land. Das Unternehmen beschäftigt demnach mehr als 4000 Menschen. Zuvor hatte Putin das Russland-Geschäft mehrerer westlicher Unternehmen unter Fremdverwaltung gestellt, darunter die Töchter der Handelskonzerne Metro und Auchan sowie des Lebensmittelriesen Nestlé. Die Firmen hatten anders als viele andere ihre Arbeit in dem Land ungeachtet des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine fortgesetzt. Russland gehörte für JTI, das seinen Sitz in Genf (Schweiz) hat, zu den größten Märkten mit einem Milliardenumsatz.  

+++ 16:24 Russland bestätigt massiven Drohnenangriff auf Rjasan +++

Russland bestätigt einen massiven Drohnenangriff auf die Großstadt Rjasan rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Trümmer abgeschossener Drohnen hätten Brände an Industrieanlagen ausgelöst, teilte die Regionalverwaltung in den sozialen Medien mit. Sie seien aber eingedämmt oder gelöscht worden. Die Stromversorgung sei vorübergehend ausgefallen. Ein Mensch sei verletzt worden. Dem Gouverneur zufolge wurde die Region mit mehr als 200 Drohnen angegriffen. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar, ebenso, welche Anlagen getroffen wurden. In Rjasan gibt es eine große Ölraffinerie, die Moskau mit Treibstoff versorgt. Offenbar wurde sie bei dem Angriff getroffen (Siehe Liveticker-Eintrag von 13:20 Uhr). Die Ukraine hat die Raffinerie bereits mehrfach in diesem Jahr attackiert.

+++ 15:53 Deutschland will weitere 100 Millionen Euro für Ukraine bereitstellen +++

Die Bundesregierung will der Ukraine mit weiteren 100 Millionen Euro zur Stützung der kritischen Infrastruktur zur Seite stehen. Dies geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag. Darin begründet das Ministerium die überplanmäßige Ausgabe mit der verschärften humanitären Notlage. Seit Juli 2026 hätten sich russische Angriffe auf die Energie-, Wasser- und Transportinfrastruktur "in zuvor ungekanntem Maße intensiviert". Die Versorgung der Bevölkerung könne nicht mehr zuverlässig gewährleistet werden. Im fünften Kriegsjahr habe die Ukraine bis zu 80 Prozent ihrer Stromerzeugungskapazitäten verloren. 

+++ 15:13 Betreiber von Nord Stream 2 scheitert endgültig mit Klage gegen europäische Regeln +++

Die Betreibergesellschaft für die Gaspipeline Nord Stream 2 ist endgültig mit einer Klage gegen die europäischen Regeln über Gasleitungen gescheitert. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg bestätigte am Donnerstag ein entsprechendes Urteil der Vorinstanz, des EU-Gerichts, vom November 2024. Die Pipeline in der Ostsee, über die russisches Erdgas nach Deutschland geleitet werden sollte, wurde nie in Betrieb genommen.

+++ 14:46 Nemzows Tochter zu vier Jahren Haft verurteilt +++

Ein russisches Gericht hat die Oppositionelle Schanna Nemzowa, Tochter des 2015 in Moskau ermordeten Kremlkritikers Boris Nemzow, in Abwesenheit zu vier Jahren Haft im Straflager verurteilt. Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft erging das noch nicht rechtskräftige Urteil gegen Nemzowa als Kopf der deutschen Boris-Nemzow-Stiftung für Freiheit. Diese gebe "negative Einschätzungen zu verschiedenen Ereignissen in der Russischen Föderation" ab. Die 42-Jährige war vorher zur Fahndung ausgeschrieben worden.

+++ 14:10 Kabel-Sabotage in der Ostsee: Russen zu mehreren Jahren Haft verurteilt +++

Zehn Monate nach der Sabotage an zwei Kabeln in der Ostsee werden ein russischer Kapitän und sein Stellvertreter in Finnland zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein Gericht in Helsinki verhängt gegen den Kapitän wegen schwerer Sachbeschädigung dreieinhalb Jahre Haft, das aus Aserbaidschan stammende Besatzungsmitglied soll für zwei Jahre und zehn Monate in Haft. Der unter der Flagge des Karibikstaats Sankt Vincent und Grenadinen fahrende Frachter "Fitburg" hatte den Ermittlungen zufolge am 31. Dezember im finnischen Meerbusen seinen Anker mindestens 130 Kilometer weit über den Meeresboden schleifen lassen. Zwei Untersee-Telekommunikationskabel zwischen Finnland und Estland wurden dabei beschädigt, acht weitere sollten nach Überzeugung der Ermittler beschädigt werden.

+++ 13:47 Putin verleiht deutschem Unternehmer den Puschkin-Orden +++

Dem Kremlchef dürfte es ein Vergnügen sein. Der russlandnahe deutsche Publizist und Unternehmer Alexander von Bismarck erhält von Wladimir Putin persönlich den Puschkin-Orden. Die Zeremonie mit mehreren Ordensverleihungen fand bereits am Feiertag der nationalen Einheit Russlands am Mittwoch im Kreml in Moskau statt, wie die staatliche Agentur Tass meldet. Der Puschkin-Orden würdigt herausragende kulturelle Leistungen oder Verdienste um die Verbreitung russischer Kultur im Ausland. In der Vergangenheit gab es mehrfach öffentliche Berührungspunkte zwischen von Bismarck und AfD- und BSW-Politikern. So begleitete er im Juni zwei BSW-Europaabgeordnete bei Gesprächen in Moskau. 2024 war er auf einem Foto eines Empfangs in der russischen Botschaft in Berlin zum russischen Nationalfeiertag an der Seite unter anderem von AfD-Fraktionsvize Stefan Keuter zu sehen.

+++ 13:20 Explosionen und Feuer verwüsten russische Ölanlage +++

Ukrainische Drohnen haben eine wichtige Ölraffinerie im russischen Rjasan getroffen. Videos zeigen heftige Explosionen und einen Brand auf dem Raffineriegelände. In Teilen der Stadt fiel zeitweise der Strom aus. Ein Mensch wurde verletzt.

+++ 12:40 Dutzende Opfer: Angriff in Saporischschja einer der tödlichsten seit 2022 +++

Die Zahl der Toten nach einem russischen Angriff auf das Dorf Komyschuwacha im Gebiet Saporischschja steigt immer weiter. Inzwischen sind aus den Trümmern der ehemaligen Schule 42 Leichen geborgen, wie verschiedene Medien berichten. 33 weitere Menschen werden demnach noch immer vermisst. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge hatten die Russen am Montag zunächst Fliegerbomben auf das Gebäude abgeworfen und anschließend den Schutzraum mit weiteren Bomben attackiert. Obwohl die endgültige Zahl der Todesopfer noch nicht offiziell feststeht, ist der Angriff auf das an der Front gelegene Dorf bereits einer der tödlichsten einzelnen russischen Angriffe seit Beginn der Vollinvasion.

+++ 12:06 Russische Diesel-Tanker Richtung USA drehen offenbar ab +++

Trumps Diesel-Deal, der die Amerikaner mit billigem Treibstoff aus Russland versorgen soll, scheint alles andere als erfolgreich. Dies deutet die "Financial Times" an. Laut dem Blatt haben zwei Frachter mit Treibstoff, die ursprünglich auf dem Weg in die USA waren, den Kurs geändert. Der Tanker "Leruo" steuerte demnach am 2. November plötzlich Brasilien, während die "Talisman" vom Atlantik ins Mittelmeer abdrehte und sich nun in der Nähe von Algerien befindet. Nur der dritte Tanker, die "Agioi Fanendes", soll am Wochenende in New York eintreffen. "Bedingt durch regulatorische, gesetzliche und sanktionsbedingte Einschränkungen – wäre es jedoch nicht überraschend, wenn auch dieses Schiff seinen Kurs ändert und die US-Küste verlässt", sagt Matt Smith, Analyst beim Datenanbieter Kpler. Laut einem Livetracker von Greenpeace ist auch noch die "Primorye" unterwegs. Auch der Frachter scheint sich allerdings nicht mehr auf einem direkten Kurs gen USA zu befinden. 

https://x.com/Gerashchenko_en/status/2118265982519042188

+++ 11:37 "Kreml blickt mit gemischten Gefühlen" auf Trump-Schlappe +++

Auch einen Tag nach den US-Zwischenwahlen sind die Reaktionen aus Moskau gemischt. Für ntv ordnet Russland-Korrespondent Rainer Munz die Reaktionen ein und erklärt, warum es bei Melania Trumps Treffen mit den Organisatoren der Oleschky-Waffenruhe wahrscheinlich nicht um Ukraine-Friedensverhandlungen gehen wird.

+++ 11:07 Polen fasst mehrere mutmaßliche russische Agenten +++

Der Geheimdienst in Polen nimmt mehrere mutmaßliche Agenten fest, die im Auftrag Russlands Komponenten zur Herstellung von Waffen und Munition organisiert haben sollen. Bei den Verdächtigen handele es sich um eine 37 Jahre alte russische Staatsbürgerin und fünf Polen um Alter zwischen 25 und 52 Jahren, teilt der Minister für die Koordination der Geheimdienste, Tomasz Siemoniak, auf X mit. Nach Informationen des Portals "Onet" erfolgten die Festnahmen im Rahmen einer Aktion, bei der die Beamten des Inlandgeheimdienstes ABW in der Zeit zwischen dem 21. Oktober und dem 2. November 21 Örtlichkeiten in drei Regionen durchsucht hatten. Die Gruppe soll demnach verschiedene Teile gekauft haben, die zur Waffen- und Munitionsherstellung verwendet werden, und diese nach Russland ausgeführt und dort verkauft haben.

+++ 10:35 Russische Luxus-Jachten kosten Europäer absurde Summen +++

Mehrere sanktionierte Luxusjachten russischer Oligarchen liegen in Europa fest, darunter die 143 Meter lange "A" in Triest. Die Unterhaltskosten gehen in die Millionen. Eigentlich sollen die Eigentümer zahlen - doch ihr Vermögen ist eingefroren, oft springen Staaten oder Werften ein.

+++ 10:02 Übte russischer Militärsatellit Angriffszenario? +++

Der russische Militärsatellit, der sich im vergangenen Monat einem westlichen kommerziellen Satelliten genähert hat, könnte laut der Agentur Reuters ein Angriffsszenario geübt haben. Dies erklärt demnach ein Militärexperte für Weltraumfragen. Auch der stellvertretende US-Außenminister Thomas DiNanno sagt nach dem Vorfall Mitte Oktober, dass der russische Militärsatellit Cosmos-2612 "absichtlich gefährlich nahe an einen kommerziellen Satelliten heranmanövriert" habe, was "mit Waffeneinsätzen im Orbit vereinbar" sei.

+++ 09:29 Ukrainische Luftwaffe warnt: Angriffsdrohnen unterwegs +++

Die Ukraine meldet an 18 Orten Treffer durch russische Luftangriffe, außerdem gibt es an 9 Orten Abstürze von abgeschossenen Drohnen. Insgesamt greifen die Russen laut der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht mit zwei gelenkten Luft-Boden-Raketen vom Typ X-35 aus dem Schwarzmeergebiet sowie mit 128 Angriffs-Drohnen aus diversen Richtungen an. Nach vorläufigen Angaben werden bis 8:00 Uhr Ortszeit von der Luftabwehr 105 feindliche Drohnen abgeschossen oder anderweitig neutralisiert; mehrere Angriffsdrohnen befinden sich noch in der Luft. "Die Kampfhandlungen dauern an!", warnt das Militär.

+++ 09:10 Russische Behörden kürzen Prämien zur Rekrutierung von Freiwilligen +++

Die Behörden der russischen Großstadt St. Petersburg kürzen laut dem Online-Medium Fontanka die Prämien zur Rekrutierung von Freiwilligen für den Krieg gegen die Ukraine von rund 12.000 Dollar auf rund 5000 Dollar. Vor Oktober waren es demnach noch 43.000 Dollar. St. Petersburg soll zunehmend mit Haushaltsengpässen zu kämpfen haben. Laut einem Bericht von "The Insider" haben auch die regionalen Behörden in Smolensk zuletzt die Zahlung von knapp 20.000 Dollar auf rund 13.500 Dollar reduziert. Es sei bereits die zweite Reduzierung innerhalb eines Monats. Vor dem 7. Oktober soll die Zahlung noch bei rund 25.500 Dollar gelegen haben. In der Region Mordwinien erhalten neue Vertragssoldaten dem Bericht zufolge seit Mitte September statt rund 36.500 Dollar nur noch knapp 10.000 Dollar.

+++ 08:58 Krimbrücke zwischenzeitlich gesperrt +++

Auf der russisch besetzten Krim kommt es offenbar wieder zu Angriffen: Anwohner melden Explosionen und Schüsse in verschiedenen Gebieten der Halbinsel, wie der Telegram-Kanal "Krimskij Weter" schreibt. Die russischen Behörden berichten zudem von nächtlichem Luftalarm in Sewastopol, auch die Krimbrücke wird zwei Mal gesperrt.

+++ 08:32 Whisky, Rum und Gin aus "unfreundlichen Ländern" werden für Russen teurer +++

Der Krieg gegen die Ukraine ist schon lange auch in Russland zu spüren - und jetzt kommt eine weitere Einschränkung hinzu: Die russische Regierung Geld erhöht die Einfuhrzölle auf hochprozentige alkoholische Getränke aus "unfreundlichen" Ländern von 20 auf 35 Prozent. Dies schreibt das oppositionelle russische Portal "Verstka" unter Verweis auf eine Verordnung vom 31. Oktober 2026. Demnach betreffen die Änderungen unter anderem Whisky, Rum, Gin, Wodka und Liköre. Die zusätzlichen Zölle sollen im kommenden Jahr der klammen Staatskasse weitere 10 Milliarden Rubel einbringen.

+++ 08:01 Kushner lobt "konstruktives Engagement" der Ukrainer +++

Der Sondergesandte des US-Präsidenten, Jared Kushner, findet lobende Worte für die Ukraine auf dem Weg zu einer Friedenslösung. Auf X schreibt der Schwiegersohn Donald Trumps, dass man mit allen Parteien hart an einem Weg zu einem dauerhaften Frieden arbeite. Der Fokus liege dabei auch auf einer umfassenderen Sicherheitsarchitektur, um sicherzustellen, dass die Kämpfe nach einem Ende nie wieder begännen. Und weiter: "Wir schätzen das konstruktive Engagement und das Engagement von Präsident Selenskyj und seinem Team, einen Weg nach vorn zu finden."

+++ 07:35 Russische Angriffe sorgen für Wasserkrise in Kiew +++

Die massiven russischen Angriffe auf das ukrainische Energiesystem am 3. November sorgen für einen deutlichen Wassermangel in Kiew. Wie der "Kyiv Independent" berichtet, handelt es sich um die schwerste Unterbrechung der  Wasserversorgung seit Beginn der groß angelegten Invasion. Die Einwohner in ganz Kiew waren demnach mehr als 24 Stunden lang ohne Wasser, in den meisten Stadtteilen, darunter auch im Zentrum, wurden Ausfälle gemeldet. "Es ist zu erwarten, dass sich die Lage im Winter noch verschlimmern wird", zitiert "Kyiv Independent" Mykhailo Yatsuk, Direktor des Instituts für Wasserprobleme und Landgewinnung.

+++ 07:10 Moskau: Greifen wieder Kraftwerk an +++

Russland attackiert bei neuen Angriffen auf die Ukraine nach eigenen Angaben ein Logistikzentrum des Postdienstleisters Nova Poshta in der nordöstlichen Region Charkiw, ein Kraftwerk in Dnipropetrowsk sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer. Das Schiff habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs rund 50 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Odessa befunden, teilt das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit. Die angegriffenen Ziele seien von der Ukraine für militärische Zwecke genutzt worden.

+++ 06:37 Melania Trump soll heute Kreml-Abgesandte treffen +++

Die First Lady der USA spielt offenbar eine immer größere Rolle bei Bemühungen um einen Waffenstillstand für die Ukraine. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Kremlsprecher Dmitri Peskow berichtet, werden der Wirtschaftsbeauftragte von Kremlchef Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, sowie die Beauftragte Jana Lantratowa, offiziell für Menschenrechte zuständig, heute mit Melania Trump zusammentreffen - "vorausgesetzt, dass alle logistischen Vorbereitungen gelingen". Die aus Slowenien stammende Melania Trump hat sich außerdem mehrfach für die Rückkehr nach Russland verschleppter ukrainischer Kinder stark gemacht und am Waffenstillstand für die ausgehungerte Stadt Oleschky mitgewirkt. Ihr Büro teilt am Mittwoch mit, sie werde "im Weißen Haus persönlich Vertreter Russlands und der Ukraine zusammenbringen". Es sprach dabei von "einer beispiellosen diplomatischen Initiative einer amerikanischen First Lady".

+++ 06:15 Gouverneur: Drohnen treffen Wohnhaus - Verletzte in Dnipro +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Stadt Dnipro werden mindestens drei Menschen verletzt Drohnen hätten ein Wohnhaus und Garagen getroffen, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Hanzha, auf Telegram mit. Zudem sei eine Anlage der kritischen Infrastruktur in Brand geraten.

+++ 05:44 Bericht: Russische Ölraffinerie in Rjasan von Drohnen getroffen +++

Die russische Ölraffinerie in Rjasan wird mutmaßlich Ziel eines Drohnenangriffs. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf Videos in den sozialen Medien, die Explosionen und ein großes Feuer in der Nähe der Anlage zu zeigen schienen. Der Telegram-Kanal Exilenova+ berichtet, dass Drohnen das Industriegebiet der Raffinerie, einer der größten Ölverarbeitungsanlagen Russlands, erreicht hätten. Auf online verbreiteten Aufnahmen ist demnach die russische Luftabwehr im Einsatz zu sehen, gefolgt von einer heftigen Explosion und einem hellen Lichtschein am Nachthimmel. Andere Videos zeigen offenbar Flammen und dichten Rauch, der aus dem Gebiet aufsteigt.

+++ 05:05 Nord-Stream-Prozess blickt auf Folgen für die Gasversorgung +++

Im Verfahren um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines stehen am vierten Prozesstag die Folgen der Explosion für die Gasversorgung in Deutschland im Zentrum. Dazu soll um 9.30 Uhr ein Vertreter der Bundesnetzagentur als Zeuge aussagen. Konkret gehe es um die Gasversorgungssituation im Land vor und nach dem Anschlag, wie das Gericht mitteilt. Für den Nachmittag sei dann ein weiterer Beamter des Bundeskriminalamts als Zeuge geladen. Er soll sich zur Durchsuchung der Segeljacht "Andromeda" äußern, mit der die Saboteure zum Anschlagsort südlich der dänischen Insel Bornholm gefahren sein sollen.

+++ 03:59 Staatsmedien: Nordkorea testet neu entwickeltes Flugabwehr-Raketensystem +++

Einen Tag nach den US-Kongresswahlen testet das mit Russland verbündete Nordkorea ein neu entwickeltes Raketensystem zur Flugabwehr. Wie Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet, diente der Test des neu entwickelten Systems dazu, dessen "technische Spezifikationen" zu überprüfen. Er habe "die Zuverlässigkeit des neuen Materials sowie den intelligenten, Mehrfach- Lenkungsmodus des Geschosses bestätigt". Nähere Angaben zur Art des Materials werden nicht gemacht. Nordkorea hat in der Vergangenheit bereits mehrfach im Umfeld von US-Wahlen Raketen gestartet.  

+++ 02:45 Ukraine: Zwei hochrangige Beamte des Inlandsgeheimdienstes SBU wegen Korruption entlassen +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat zwei hochrangige Mitarbeiter entlassen, die mit einer groß angelegten Antikorruptionsermittlung zu illegalen Callcentern in Verbindung stehen. SBU-Chef Oleksandr Poklad habe "zwei hochrangige SBU-Beamte, die in eine Untersuchung der nationalen Antikorruptionsbehörde Nabu verwickelt sind, von ihren Posten entfernt", teilt der Inlandsgeheimdienst bei Telegram mit. Poklad erwarte eine "transparente, objektive und unparteiische" Untersuchung durch die Antikorruptionsbehörde. Die Antikorruptionsbehörde Nabu erklärt wiederum, einer der ranghohen SBU-Beamten habe "damit gedroht, eine Schusswaffe einzusetzen" und Ermittler daran gehindert, die Räumlichkeiten zu betreten, die sie durchsuchten. Die Antikorruptionsbehörde behauptet, hochrangige Vertreter des SBU, der Staatsanwaltschaft und der Polizei hätten Strafverfolgungsbeamte dafür bezahlt, über die illegalen Callcenter hinwegzusehen. Der SBU und die Antikorruptionsbehörde Nabu stehen seit Langem im Konflikt miteinander. 

+++ 01:44 Laschet fordert nach Midterms EU-Initiative für Ukraine-Frieden +++

Nach den Midterms in den USA fordert der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet eine neue diplomatische Initiative der EU im Ukraine-Krieg. Europa müsse "selbst diplomatisch tätig werden - und die Verhandlungen nicht den Trump-Gesandten Witkoff und Kushner überlassen", sagt Laschet dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Viele Europäer blicken auf Deutschland."

+++ 00:48 Selenskyj: Wir brauchen Sicherheitsgarantien wie "Stahlbeton" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj skizziert die ukrainische Position bei den kommenden Friedensgesprächen. Der Gesprächsprozess müsse vorangehen, um den Krieg rasch zu beenden, sagt Selenskyj nach Angaben seines Amtes in Kiew. "Die Ukraine ist zu den notwendigen Schritten bereit. Unsere Vorschläge sind klar, und wir haben unsere Vorschläge der US-Seite übergeben." Sein Land brauche nach einem möglichen Ende der Kämpfe Sicherheitsgarantien "wie Stahlbeton". Selenskyj würdigt auch Gespräche vom Mittwoch in Brüssel, in denen es um einen künftigen Wiederaufbau seines kriegszerstörten Landes ging. Beteiligt daran waren Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die USA, die EU, die Nato und die Weltbank sowie die Ukraine. Am Donnerstag werde in Brüssel über die Frage von Sicherheitsgarantien gesprochen, sagt Selenskyj. Bei seinem Besuch in Spanien gehe es vor allem um Zusammenarbeit in Rüstung, Flugabwehr und Schutz der Zivilbevölkerung, teilte der Präsident mit.

+++ 23:22 Ukraine bereitet Dreier-Gipfel mit USA und Russland vor +++

Die Ukraine plant innerhalb der nächsten Woche ein trilaterales Treffen mit den USA und Russland, teilt Wolodymyr Selenskyj bei X mit. Die ukrainische Führung habe demnach ein eineinhalbstündiges Gespräch mit Steve Witkoff und Jared Kushner gehabt. Ziel des Formats sei es, konkrete Verhandlungen zur Beendigung des Krieges auf Arbeitsebene vorzubereiten. 

+++ 22:20 Ex-Selenskyj-Sprecherin: Ohne Neuwahl kein Frieden in der Ukraine +++

Julia Mendel, Ex-Sprecherin von Wolodymyr Selenskyj und heute dessen scharfe Kritikerin, attackiert bei einer Veranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion den ukrainischen Präsidenten. Unter Selenskyj sei kein Frieden möglich, sagt die in der Ukraine umstrittene Mendel bei einer Diskussionsrunde im Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages in Berlin. Sie glaube nicht, dass Selenskyj Frieden wolle. Die Ukraine sei an einem Punkt, wo ein "schlechter Frieden" besser sei als ein "verlängerter Krieg". Das würde dem Land die Chance lassen, "als eigenständiges Land zu überleben", argumentiert Mendel. Sie wirbt für eine "neutrale Ukraine". Kiew wirft Mendel wegen ihrer prorussischen Haltung Landesverrat vor.

+++ 21:43 Selenskyj zeichnet US-First-Lady Melania Trump mit Orden aus +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeichnet die US-First-Lady Melania Trump für ihre Rolle bei der Vereinbarung einer begrenzten Feuerpause in der südukrainischen Stadt Oleschky mit einem nationalen Orden aus. "Hiermit verordne ich, dass der Orden der Fürstin Olga, Erste Klasse, an Melania Trump, First Lady der USA, verliehen wird", heißt es in einem auf der Website des ukrainischen Präsidenten veröffentlichten Dekret.

+++ 21:01 Gouverneur: Drei Menschen sterben im russischen Grenzgebiet +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen kleinen Bus sind im russischen Grenzgebiet Belgorod nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Bei den Opfern handele es sich um einen Mann, eine Frau und einen achtjährigen Jungen, sagt der Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew. Der Bus wurde im Dorf Soldatskoje - etwa 15 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt - attackiert, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldet.

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Quelle: ntv.de, ghö/mau/dpa/rts/AFP

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