Der TagProtest gegen Merz - Projektion auf Regierungsgebäude
Im türkischen Antalya beraten in der kommenden Woche fast 200 Staaten über den Klimaschutz. Kanzler Friedrich Merz bleibt dem UN-Treffen fern. Seinen Sprecher lässt er mit "anderweitigen Verpflichtungen" argumentieren. Das nehmen Umweltaktivisten von Fridays for Future mit einer Protestaktion aufs Korn. Die Klimaschützer projizierten riesige Bilder des CDU-Chefs auf das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Regierungsviertel - mit Botschaften wie "Merzloser Klimagipfel" und "Kein Merz fürs Klima".
"Dass Merz nicht zur Klimakonferenz fährt, zeigt einmal mehr, dass ihm die Zukunft von jungen Menschen komplett egal ist", hieß es von Friday for Future. "Der Kanzler gibt uns auf, aber wir werden unsere Zukunft niemals aufgeben." Die Initiative kündigte für den 13. November weitere Proteste an mehr als 70 Orten deutschlandweit an. Luisa Neubauer von der Klimabewegung hatte das Fernbleiben des CDU-Chefs bereits am Vortag einen "absoluten Tabubruch" genannt, gerade in einem Jahr mit Rekordhitze und zahlreichen anderen Klimakatastrophen in Europa.