Besondere Hülle, bekannte TechnikGiugiaro Peralta D - ein handgehämmerter Kupfer-Keil

Einst war es üblich, dass Karosseriebleche für Automobile händisch mit Hämmern in Form gebracht wurden. Diese alte Tradition hat GFG nun wiederbelebt, um mit viel Handarbeit eine einzigartige Sportwagenhülle zu schaffen.
Kupfer kommt beim Design von Autos gelegentlich als Akzent zum Einsatz. Beim neuen Peralta D steht das rötlich schimmernde Metall optisch jedoch im Mittelpunkt. Für den mexikanischen Autosammler Carlos Peralta hat der italienische Designer Fabrizio Giugiaro einen Gran Turismo geschaffen, dessen Karosserie aus handgehämmerten Kupferblechen besteht. Das beim Pastejé Automotive Invitational in Mexiko vorgestellte Einzelstück ist bereits die zweite Auftragsarbeit des Turiner Designstudios GFG Style für den Milliardär Peralta.
Anders als der im Frühjahr 2025 präsentierte Peralta S ist der neue D als 2+2-sitziges Coupé ausgelegt. Seine flache, keilförmige Silhouette erinnert an italienische Sportwagenstudien der 1960er- und 1970er-Jahre, wie sie Fabrizios Vater Giorgetto Giugiaro einst entwarf. Als konkrete Inspiration diente demnach der De Tomaso Mangusta von 1967.
Gläserne Haube
Während die untere Karosseriehälfte von Kupfer geprägt ist, spannt sich über die Fahrgastzelle eine gläserne Haube, deren Scheiben kupferfarben verspiegelt sind. Schmale Lichtbänder und geometrisch gestaltete Kühleröffnungen unterstreichen den futuristischen Auftritt.
Spektakulär fällt auch der Einstieg aus. Statt konventioneller Türen verfügt der Peralta D über eine aufwendige Öffnungsmechanik, bei der der vordere Teil der verglasten Dachkonstruktion zusammen mit seitlichen Karosserieteilen nach vorne und oben klappt. Der hintere Bereich der Glaskonstruktion besteht aus zwei nach oben öffnenden Flügeltüren, welche den Zustieg zu den Rücksitzen erleichtern.
Basis: Maserati GranTurismo
Unter der ungewöhnlichen Hülle steckt bekannte Technik. Der Peralta D basiert auf dem Maserati GranTurismo, dessen Aluminiumchassis und wesentliche mechanische Komponenten übernommen wurden. Eine zusätzliche Carbonstruktur trägt die Kupferkarosserie. Konkrete Leistungsdaten nennt GFG Style nicht. Vermutlich diente eine der zwischen 490 und 590 PS starken V6-Varianten des GranTurismo als technische Basis.
Auch im Innenraum spielt Kupfer eine gestalterische Hauptrolle. Leder mit metallischem Schimmer, Alcantara und Ziernähte aus echtem Kupferdraht prägen das Ambiente. Eine Besonderheit ist der Schminkplatz auf der Beifahrerseite mit beleuchtetem Spiegel und Kosmetikfächern. In der Mittelkonsole verbirgt sich zudem ein Kühlschrank, bestückt mit einer Champagnerflasche und vier Kupfergläsern.
Der Buchstabe D im Namen steht übrigens für die Töchter des Auftraggebers sowie für das italienische Wort "donne" (Frauen). Der zuvor entstandene Peralta S war dessen Söhnen gewidmet. Einen Preis für das exklusive Einzelstück nennt GFG Style nicht. Dass der kupferne Gran Turismo ein Millionensümmchen gekostet haben dürfte, liegt allerdings nahe.