"Schlag ins Kontor"

Handball-Legende Schwalb macht Krebs-Diagnose öffentlich

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Martin Schwalb kann sich ein Comeback im Handball vorstellen. (Foto: IMAGO/Eibner)
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04.11.2026 | 20:51 Uhr
Als Spieler und Trainer feiert Martin Schwalb große Erfolge im Handball, jetzt kämpft er gesundheitlich gegen Prostatakrebs. Diese Diagnose macht er öffentlich, auch, um andere zu warnen. Es ist nicht seine erste Erkrankung.

Die deutsche Handball-Legende Martin Schwalb kämpft gegen den Krebs. Der 63-Jährige ist an Prostatakrebs erkrankt, das erzählte er dem Portal Handball-World. Die Diagnose erhielt Schwalb bereits im vergangenen Sommer. "Das war natürlich ein Schlag ins Kontor", sagte der Mann, der als Spieler und Trainer große Erfolge feierte. So stehen der Champions-League-Sieg und mehrere Deutsche Meisterschaften sowie die Olympia-Silbermedaille von 1984 in seiner Vita.

Vor drei Wochen wurde Schwalb operiert, die Prostata vollständig entfernt. "Ich erhole mich gerade noch von der Operation. Aber mir geht es gut", sagte er. Um eine Chemotherapie oder Bestrahlung kommt er herum, regelmäßige Kontrollen sind aber natürlich notwendig. Der frühere Nationalspieler wurde durch regelmäßige Kontrollen seines PSA-Wertes auf seine Erkrankung aufmerksam. PSA steht für prostataspezifisches Antigen, das im Blut von Gesunden nur in geringer Konzentration vorliegt. Mithilfe von weiteren Untersuchungen wurde der Tumor entdeckt.

"Kein Streit ist es wert"

Mit dem öffentlich Machen seiner Krankheit will er auch andere Männer für Vorsorge sensibilisieren. "Warum soll man das nicht erzählen? Man muss den Menschen auch sagen, dass man so etwas durch Vorsorge erkennen und behandeln kann. Und dass es uns Männer wirklich betreffen kann." Er selbst war bereits gewarnt, da seine beiden langjährigen Freunde Michael und Uli Roth - ebenfalls verdiente Größen im deutschen Handball - bereits an Prostatakrebs erkrankt waren.

Schwalb findet auch im Schlimmen etwas Positives: "Das Schöne ist, dass mich das nur darin bestärkt, dass das Leben geil ist. Dass man lachen und sich mit guten Menschen umgeben soll", sagte er. "Freunde und Familie um sich zu haben, ist das Entscheidende. Kein Streit ist es wert."

Für Schwalb ist es nicht die erste ernsthafte Erkrankung. Im Juli 2014 erlitt er einen Herzinfarkt und musste notoperiert werden. Damals steckte er mitten in seiner Entlassung nach fast zehn Jahren Trainerzeit beim Bundesligisten HSV Hamburg (heute HCH).

Zuletzt trainierte er bis Februar 2025 den HC Erlangen. Abgeschlossen hat Schwalb mit seiner Karriere noch nicht. "Ich bin voll drin im Handball. Es ist der Sport, mit dem ich mein Leben verbringe. Ich liebe ihn ohne Ende", sagte er. Er habe Angebote aus Deutschland und auch aus dem Ausland erhalten. Die passende Offerte sei bislang aber noch nicht dabei gewesen.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara