Seit Ende Juni war Toni Leistner ohne Verein, nun ist die Entscheidung gefallen: Der 36 Jahre alte Innenverteidiger beendet seine aktive Karriere. Am Montagabend bestätigte der Profi am Rande einer Veranstaltung, dass er nicht mehr auf den Platz zurückkehren wird. „Ich bin 36, es ist irgendwann mal an der Zeit. Man war noch fit die letzten Jahre, vielleicht hat dann das die Entscheidung schwieriger gemacht, aber momentan bin ich extrem fine damit“, sagte Leistner der „Bild“. Sein letztes Pflichtspiel bestritt der gebürtige Dresdner für Hertha BSC, wo sein Vertrag nach drei Jahren zum 30. Juni ausgelaufen war. Im Mai hatten die Berliner den Abschied ihres früheren Kapitäns bereits angekündigt und eine mögliche Aufgabe bei Hertha in Aussicht gestellt. Ob daraus ein konkretes Engagement wird, ist bislang offen.
Leistner blickt auf eine lange Laufbahn mit Stationen in Deutschland, England und Belgien zurück. Bei Dynamo Dresden gelang ihm der Sprung in den Profifußball, anschließend spielte er für den Halleschen FC und wurde vor allem beim 1. FC Union Berlin zu einer prägenden Figur. Für die Eisernen absolvierte der Abwehrspieler 119 Pflichtspiele. Es folgten Engagements bei den Queens Park Rangers, dem 1. FC Köln, dem Hamburger SV und der VV St. Truiden, ehe er 2023 nach Berlin zurückkehrte. Für Hertha kam Leistner auf 85 Pflichtspiele, führte die Mannschaft zeitweise als Kapitän an und wurde im Mai im Olympiastadion verabschiedet. Seine Zukunft soll im Fußball liegen: Seit Anfang der Woche nimmt er nach eigenen Angaben am „Player’s Pathway: Management“ von DFB und DFL teil. Das Programm bereitet aktive und ehemalige Profis auf Aufgaben im Profi- und Nachwuchsmanagement vor und begleitet den Übergang in die zweite Karriere. Für Leistner beginnt damit unmittelbar nach dem Ende seiner Zeit als Spieler das nächste Kapitel.

