Bei Tottenham Hotspur deutet alles auf eine Trennung von Richarlison hin. Trainer Roberto De Zerbi hat klargestellt, dass der 29 Jahre alte Angreifer in seinen Planungen keine Rolle mehr spielt. „Richarlison wird nicht spielen, selbst wenn er fit ist. Nicht einmal im Carabao Cup“, sagte der Italiener. Die Ausbootung geht damit weit über eine vorübergehende Nichtberücksichtigung hinaus. Der Brasilianer wurde bereits nicht für Tottenhams Premier-League-Kader gemeldet und soll getrennt von der Mannschaft trainieren. Eine offizielle Einigung über die Auflösung seines bis zum 30. Juni 2027 laufenden Vertrags gibt es bislang aber nicht. Die Ansage des Trainers dürfte den Druck auf die Beteiligten erhöhen und die Suche nach einer Lösung beschleunigen.
Vereine aus Richarlisons brasilianischer Heimat sollen sich Medienberichten zufolge bereits mit dem Nationalspieler beschäftigen. Insbesondere Vasco da Gama war zuletzt als möglicher Abnehmer genannt worden, ein Wechsel kam vor dem Ende der Transferperiode jedoch nicht zustande. Weil das brasilianische Fenster inzwischen geschlossen ist, wäre ein regulärer Transfer derzeit nicht mehr möglich. Als Ausweg steht offenbar eine vorzeitige Vertragsauflösung im Raum. Richarlisons Berater und Anwälte sollen außerdem prüfen, ob die sportliche Ausbootung einen FIFA-konformen Grund für eine einseitige Trennung liefern könnte. Selbst als vertragsloser Spieler könnte er allerdings nicht automatisch sofort für jeden Interessenten registriert werden, weil die jeweiligen Meldefristen und Wettbewerbsregeln zu beachten wären. De Zerbis Worte machen einen Verbleib bis zum Vertragsende dennoch kaum vorstellbar. Ob Tottenham einer einvernehmlichen Auflösung zustimmt oder eine andere Lösung gefunden wird, bleibt offen. Sportlich scheint Richarlisons Zukunft bei den Spurs beendet zu sein.

