Hannover 96 hat auf den schwachen Start in die neue Zweitliga-Saison reagiert und Cheftrainer Christian Titz mit sofortiger Wirkung freigestellt. Die Niedersachsen bestätigten die Trennung am Montagabend nach der 1:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg. Gemeinsam mit dem 55-Jährigen muss auch sein langjähriger Co-Trainer André Kilian gehen. Hannover steht nach fünf Spieltagen mit lediglich vier Punkten auf Rang 15 und damit deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Nach Vereinsangaben seien erneut negative Muster erkennbar gewesen, die sich bereits zum Ende der Vorsaison gezeigt hätten. Der Klub habe daher nicht mehr die Überzeugung gehabt, mit der bisherigen Konstellation die nötige Beständigkeit und Dynamik zu entwickeln. Titz hatte das Amt im Sommer 2025 nach seinem Abschied vom 1. FC Magdeburg übernommen. In seiner ersten Saison führte er Hannover mit 60 Punkten auf Rang vier, verpasste den Aufstieg aber knapp. In der neuen Spielzeit gelang bislang nur ein Sieg.
Für die nächste Aufgabe hat Hannover eine Übergangslösung bestimmt. U-23-Trainer Lars Barlemann bereitet die Profis auf das Heimspiel gegen den VfL Bochum am Sonntag um 13.30 Uhr vor. Unterstützt wird er von seinem Assistenten Christian Schulz sowie dem verbliebenen Trainerteam und Staff. Die dauerhafte Nachfolge soll nach Angaben des Zweitligisten zeitnah geregelt werden. Als prominenter Kandidat gilt offenbar Sandro Wagner. Die „Bild“ berichtete von Gesprächen zwischen Hannover und dem früheren deutschen Nationalspieler, eine Einigung oder offizielle Bestätigung des Klubs gibt es bislang jedoch nicht. Wagner ist seit seinem Aus beim FC Augsburg im Dezember 2025 ohne Verein. Ob er tatsächlich Titz beerben wird oder Hannover eine andere Lösung präsentiert, bleibt offen. Bis dahin trägt Barlemann die sportliche Verantwortung.

