Die wachsenden Verletzungssorgen beim FC Bayern werfen die Frage nach Verstärkungen im Winter auf. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen will sich damit öffentlich aber noch nicht festlegen. Für eine solche Diskussion sei es „zu früh“, sagte er nach dem Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund bei Sky. Bei Ismael Saibari und Serge Gnabry wird mit längeren Ausfallzeiten gerechnet, bei Michael Olise gibt es noch keine Tendenz. Damit drohen den Münchnern weitere Einschränkungen in der Offensive, nachdem bereits Jamal Musiala und Luis Díaz das Duell mit dem BVB verpasst hatten. Bei den beiden stellte Dreesen allerdings eine Rückkehr in Aussicht: Musiala soll noch vor der anstehenden Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen, Díaz danach. Wie groß der Bedarf an zusätzlichen Spielern tatsächlich ist, hängt auch davon ab, wann die verletzten Offensivkräfte wieder vollständig einsatzfähig sind.
Beim 2:2 gegen Dortmund hatte sich die Personalsituation innerhalb weniger Minuten verschärft. Saibari musste bereits in der ersten Hälfte nach einem Zusammenprall mit BVB-Torwart Gregor Kobel ausgewechselt werden. Der Marokkaner konnte den Platz nur gestützt von zwei Betreuern verlassen. Kurz darauf ging es auch für Gnabry nicht weiter: Der Nationalspieler wurde am linken Fuß behandelt und anschließend ebenfalls ersetzt. Für die beiden kamen Nathaniel Brown und Josip Stanisic in die Partie. In der Schlussphase musste schließlich auch Olise vom Feld. Die neuen Sorgen betreffen damit gleich drei Spieler, die gegen Dortmund hinter Mittelstürmer Harry Kane in der Startelf standen. Musiala und Díaz könnten bei ihren geplanten Rückkehrterminen wieder zusätzliche Möglichkeiten für die Besetzung dieser Positionen schaffen. Bis dahin müssen die Bayern die Ausfälle mit dem vorhandenen Personal auffangen.

