Beim FC Bayern häufen sich vor dem Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid die personellen Probleme. Beim 2:2 (1:0) der Münchner im 141. Klassiker gegen Borussia Dortmund mussten gleich drei Offensivspieler verletzt vom Feld. Die wohl schwerer verletzten Ismael Saibari und Serge Gnabry wurden bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt, kurz vor Schluss dann auch Michael Olise.
"Es sah bei allen nicht so aus, als wären sie nach zwei Tagen wieder da", sagte Joshua Kimmich, der wieder von Beginn an zum Einsatz kam, bei Sky. Saibari verdrehte sich beim Nachsetzen gegen Dortmunds Torhüter Gregor Kobel furchterregend das rechte Sprunggelenk (24.) und verließ die Arena auf Krücken. Gnabry zog sich eine Verletzung am Oberschenkel zu (31.), ebenso wohl Olise, der aus dem Stadion humpelte.
"Beide Verletzungen sind doch etwas größer, ohne dass ich jetzt irgendeine Diagnose abgeben kann", sagte Sportvorstand Max Eberl kurz nach dem Spiel über Saibari und Gnabry. Bei Olise sei es vermutlich "nicht so schlimm". Das Unentschieden gegen den BVB sei ein "teures" gewesen, ergänzte Eberl und bekannte: "Momentan fühlt es sich schon ein bisschen heftiger an, was um uns herum passiert."
Die Münchner mussten gegen den westfälischen Rivalen ohnehin schon und erneut auf Trainer Vincent Kompany sowie auf Manuel Neuer, Jamal Musiala und Luis Díaz verzichten. Mit einer Rückkehr von Kompany, Musiala und Díaz wird erst nach der Länderspielpause gerechnet.
Am Dienstag geht es für den FC Bayern in der Ligaphase der Champions League bei Atlético Madrid (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) weiter. "Ich habe dem Physiotherapie-Team gesagt, dass sie jetzt eine wirklich wichtige Rolle dabei spielen, allen Spielern bei der Genesung zu helfen", sagte Danks bei Sky.
"Nein, ich glaube nicht", beantwortete Jan-Christian Dreesen die Frage, ob die Bayern aufgrund der Personalsorgen auf dem Transfermarkt nachlegen müssen: "Wir müssen jetzt sehen, was Olise tatsächlich hat, das ist schwer zu sagen. Man sollte nicht verfrüht über solche Themen sprechen."

