"Mit 400 km/h" - Schüsse von BVB-Star verblüffen Wagner
Nachdem er Borussia Dortmund im Meisterrennen auf Kurs gehalten hatte, schlenderte Felix Nmecha lässig aus dem Stadion. Ja, sagte der Nationalspieler zum Abschied gewohnt bescheiden, seine beiden Abschlüsse beim 2:1 (0:0) gegen die SV Elversberg habe er "gut getroffen". Dafür sei er Gott "sehr dankbar". Das Schwärmen über seine irdischen Qualitäten überließ der Matchwinner lieber anderen. Nmecha sei ein "außergewöhnlich guter Spieler, der das Ding zweimal aus 20 Metern plus ins Tor nagelt mit 400 km/h", sagte Elversbergs Trainer Vincent Wagner im ZDF.
Und selbst Niko Kovac, der für gewöhnlich darauf verzichtet, einzelne Spieler hervorzuheben, lobte Nmecha ausführlich. Mit dem Mittelfeldchef erreiche Dortmund "ganz andere Dimensionen", sagte der BVB-Coach: "Er macht seine Mitspieler so viel besser. Ich bin froh, dass wir ihn haben." Schon jetzt prägt Nmecha das Spiel des BVB wie kein anderer. Er gibt nicht nur den Takt vor, sondern ist im zentralen Mittelfeld vor allem auch wegen seiner Torgefahr enorm wichtig. Mit vier Saisontoren ist er der erfolgreichste Schütze des BVB - vor Serhou Guirassy oder Fábio Silva und gleichauf mit Bayern Münchens Superstar Harry Kane.
Füllkrug: "Interessiert mich heute gar nicht"
Niclas Füllkrug steht vor seiner Rückkehr zur Nationalmannschaft. Nach dem Spiel ist der DFB für ihn noch weit weg – über den Austausch mit dem Bundestrainer spricht der Stürmer aber offen.

Füllkrug: "Interessiert mich heute gar nicht"
Hamann fordert Konsequenzen nach Neuer-Verletzung
Ist ausgerechnet das Rekordspiel zum Anfang vom Ende von Manuel Neuer beim FC Bayern geworden? Diese Frage konnte und wollte Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann im "Sky"-Studio nicht abschließend mit Nein beantworten. Für ihn steht aber fest: So kann und darf es bei den Münchnern nicht weitergehen. "Die Bayern müssen irgendwann eine Entscheidung im Sinne des Vereins treffen. Wenn du alle zwei Wochen einen anderen Torwart im Tor stehen hast, gibt das der Mannschaft und der Verteidigung natürlich keine Sicherheit", sagte Hamann angesichts der ständigen Torwartwechsel, die den großen Verletzungsproblemen von Neuer geschuldet sind.
Hamann sieht spätestens jetzt durchaus den Zeitpunkt für Konsequenzen gekommen. "Ich habe letztes Mal schon gesagt, wenn noch mal etwas passiert, wäre es vielleicht eine gute Idee, Urbig bis Weihnachten spielen zu lassen. Dann sieht man, wie er sich verhält, wenn er weiß, dass er die nächsten sieben, acht Spiele im Tor steht. Dann hast du einen Anhaltspunkt für das nächste Jahr, in dem er aller Wahrscheinlichkeit nach die Nummer eins sein wird", schilderte er seinen Plan.
Genervter Bayern-Boss reagiert auf Kane-Kritik
Max Eberl hat leicht genervt auf die von Sky-Experte Dietmar Hamann geäußerten Zweifel an der Vertragsverlängerung mit Weltfußballer Harry Kane reagiert. "Ich weiß, die Bayern-Fans haben sich alle sehr gefreut, ich glaube, die deutschen Fans auch. Und dementsprechend ist es leider so: In Deutschland gibt es immer einen, der in die Suppe spucken muss."

Kane-Kritik: Max Eberl schießt gegen Experte Hamann
NHL-Gigant Draisaitl zerlegt die Canucks
Der deutsche Eishockeystar Leon Draisaitl hat seine Topform einmal mehr nachgewiesen und die Edmonton Oilers nach zuletzt zwei Niederlagen nacheinander wieder zu einem Sieg in der nordamerikanischen NHL geführt. Beim 4:2 der Oilers über die Vancouver Canucks glänzte der 31-Jährige mit zwei Treffern und einer Vorlage. Mit insgesamt 14 Toren liegt Draisaitl damit auf Rang zwei der Torjägerliste in der NHL. Die Oilers sind in der Western Conference ebenfalls Zweiter. Besser sind derzeit nur die Minnesota Wild um den deutschen Nationalspieler Nico Sturm.
Gegen Tampa Bay Lightning musste das Topteam im Westen nun aber eine knappe Niederlage hinnehmen. Minnesota verlor 3:4 nach Overtime - und das, obwohl die Mannschaft bis in die Schlussphase des dritten Drittels hinein noch 3:1 geführt hatte. Sturm blieb ohne Scorerpunkt.
Über einen Sieg konnte sich hingegen Tim Stützle freuen, der deutsche Profi steuerte zum 4:2 seiner Ottawa Senators gegen Utah Mammoth eine Vorlage bei. Die restlichen deutschen NHL-Spieler im Einsatz mussten Niederlagen hinnehmen: Goalie Philipp Grubauer unterlag mit den Seattle Kraken 3:4 gegen die New York Rangers, für die Detroit Red Wings um Moritz Seider gab es beim deutlichen 0:4 gegen Colorado Avalanche die dritte Pleite nacheinander.
Heiße Gerüchte um Bayern-Star - Klub weicht Frage aus
Muss sich der FC Bayern Sorgen um einen Abgang von Abwehrspieler Dayot Upamecano im Sommer machen? Im Vertrag des Franzosen gibt es übereinstimmenden Meldungen zufolge eine Ausstiegsklausel, die nach der Saison 2026/27 gezogen werden kann. Die vertraglich festgelegte Ablöse soll bei 65 Millionen Euro liegen - eine Summe, die für viele Top-Klubs zu stemmen wäre.
Max Eberl dementierte die Existenz dieser Klausel am Samstag gegenüber "Absolut Bayern" nicht, sagte stattdessen nur kurz und knapp: "Ich bin jetzt nicht hier, um Vertragsinhalte zu erklären." Was er dafür unmissverständlich klarstellte: Der Verein ist mit dem Innenverteidiger hochzufrieden, und auch Upamecano soll sich beim Rekordmeister rundum wohlfühlen.
Erst am Samstag hatte das Online-Portal "Foot Mercato" Upamecano mit einem Wechsel zu Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht. Eine Spur, die es schon vor Jahren gab und die seit Monaten immer wieder aufgewärmt wird. PSG sucht angeblich einen Nachfolger für Marquinhos und sieht in dem Bayern-Star einen geeigneten Kandidaten. Beim FC Bayern steht Upamecano noch bis zum Sommer 2030 unter Vertrag. Erst im Februar diesen Jahres hatte er sein Arbeitspapier in München verlängert.
"Fand ich fatal": Wolfsburgs Trainer schäumt vor Wut
Wolfsburgs Trainer Tobias Strobl war der Ärger über die Entscheidung von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck deutlich anzumerken. "Für mich ist es ein klarer Elfmeter", sagte Strobl nach der 1:2 (0:2)-Niederlage im Zweitliga-Topspiel bei Hertha BSC über die strittige Szene in der Nachspielzeit. "Was für mich völlig unverständlich ist, völlig unverständlich, dass er sich das nicht anschaut."
In der 94. Minute war Wolfsburgs Kento Shiogai im Berliner Strafraum nach einem Haken und einem Kontakt mit Hertha-Verteidiger Niklas Kolbe zu Boden gegangen. Jöllenbeck ließ weiterspielen, auch Video-Assistent Nicolas Winter griff nicht ein. Wolfsburger Proteste blieben wirkungslos. Ein Strafstoß hätte den Niedersachsen die späte Chance auf den Ausgleich eröffnet. "Das ist eine Situation, die muss ich mir anschauen", forderte Strobl. Hätte der Schiedsrichter nach einer Überprüfung zu seiner Entscheidung gestanden, wäre er "auf die Argumentation gespannt" gewesen. "Aber sich das nicht mal anzuschauen, das fand ich so ein bisschen fatal in diesem Moment", sagte der VfL-Coach: "Am Ende des Tages ist das ein Topspiel, da entscheiden genau diese Kleinigkeiten."

Muss Wolfsburg hier nicht Elfmeter bekommen?
Hertha-Trainer Stefan Leitl bewertete die Szene zurückhaltender. "Ich glaube, wenn es Elfmeter gibt und er pfeift, brauchen wir uns nicht beschweren", räumte der 49-Jährige ein. Weil allerdings kein Hinweis des Video-Assistenten gekommen sei, habe aus seiner Sicht keine klare Fehlentscheidung vorgelegen: "Und somit kein Elfmeter."
Sorge um Manuel Neuer: "... dann ist es leider wahrscheinlich was Ernsteres"
Der Arbeitstag begann mit einem Rekord, doch nach 44 Minuten hatte Manuel Neuer unverhofft wieder Feierabend. Beim 2:1 (1:0)-Sieg des FC Bayern beim FSV Mainz 05 musste der Keeper ausgewechselt werden - weil sein rechter Fuß erneut Probleme machte. "Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist", sagte Sportvorstand Max Eberl. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Neuer hatte sich beim vermeintlichen Ausgleichstreffer der Mainzer durch Jae-sung Lee, der wegen einer Abseitsstellung allerdings keine Anerkennung fand, weh getan.
Wegen einer anhaltenden Sehnenreizung im Fuß hatte Neuer zuletzt gefehlt, in der Champions League stand er unter der Woche bei Atletico Madrid wieder im Tor. Gegen Mainz konnte er sich nun sogar über einen Eintrag in die Geschichtsbücher der Bayern freuen, mit 40 Jahren und 225 Tagen wurde er zum ältesten Bundesligaspieler des Klubs.
Was seinem Mitspieler Joshua Kimmich sehr zu denken gab, ist die Tatsache, dass Neuer sofort vom Platz musste und die letzten Minuten der Halbzeit nicht mehr zu Ende spielen konnte. Dies sei ein schlechtes Zeichen, zeigte sich der Mittelfeldspieler besorgt. "Für uns natürlich extrem bitter, jetzt schon wieder ein Ausfall. Es sah jetzt auch nicht so aus, als könnte er nach einer Woche wieder trainieren. Der Manu gibt den Schmerz eh nicht so zu und wenn er dann mal rausgeht, dann ist es leider wahrscheinlich was Ernsteres", erklärte Kimmich.